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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Ellen Köhrer: "WIR BRAUCHEN MEHR MENSCHEN WIE STEPHEN HAWKING" - INTERVIEW MIT ANNELIE WENDEBERG

"Ich arbeite gerade mit einem neuseeländischen Science Fiction-Autor zusammen. In dem Plot geht es um Nanobots, Miniaturroboter, die in die Zellen von Menschen eindringen und ihr genetisches Material umprogrammieren können, damit der physische und psychische Schock bei Reisen zwischen den Welten nicht zu einer Gefahr wird. Die Zusammenarbeit mit diesem Autor ist total spannend, wir diskutieren seine Ideen und schauen, ob die wissenschaftlich überhaupt Sinn machen. Ich kann ihm Ideen liefern, die auf echten, brandneuen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Wir basteln uns zurzeit halb-wissenschaftliche Miniroboter, die was können – was noch keiner im Science Fiction-Genre gemacht hat. Es geht dabei aber nicht darum, dass alles korrekt ist. Ich versuche, mit dem Autor einen guten Kompromiss zwischen Phantasie und Wirklichkeit zu finden. Aber das ist bei jedem Projekt verschieden; oft braucht man die “echte“ Wissenschaft gar nicht. Ich bewundere Autoren wie Joanne K. Rowling, die eine ganze Hogwarts-Schule mit all ihren Winkeln und geheimen Kammern in ihrem Kopf hat. Am Ende zählt ja, ob man als Autor oder Filmemacher eine gute Illusion produzieren konnte. Allerdings sind die Science Fiction-Fans da heute anspruchsvoller als früher: Die wollen halbwegs korrekte Wissenschaft mit eindrucksvoller Fiktion verbunden sehen. Mir macht es sehr viel Spaß, Science Fiction von beiden Seiten zu sehen – aus der Perspektive des Autors und der des Wissenschaftlers."

Mein Blog befasst sich in einem umfassenden Sinn mit dem Verhältnis von Wissen, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk richte ich dabei auf die Aktivitäten des Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann und der Bertelsmann Stiftung.