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Freitag, 17. Januar 2014

Allan Guggenbühl: «Schräge» Lehrer, begeisterte Schüler - Leidenschaft und Interesse - Menschen lernen von klein auf – und ausdauernd. In der Schule aber sinkt bei vielen Kindern und Jugendlichen ab der Vorpubertät die Lernbegeisterung. Lehrerinnen und Lehrer, die ein wenig «anders» sind, können Abhilfe schaffen.


Es gibt noch einen weiteren Grund, wieso Schüler sich für ein Thema interessieren. Es geht um die Sehnsucht nach dem Aussergewöhnlichen. Die amerikanische Psychologin Joan Lucariello untersuchte die Spontanrede von Schülern. Was erzählen sie freiwillig und unaufgefordert ihren Eltern und Lehrpersonen? Der Befund war eindeutig: Es handelt sich vor allem um Ereignisse und Themen ausserhalb des normalen Tagesablaufs: Verrücktheiten, Überraschungen, Anstössiges oder Gewalt. Der Normalität wurde keine grosse Aufmerksamkeit geschenkt, Normalität war langweilig. Es gibt einen entwicklungspsychologischen Grund dafür: Das Denken wird geschärft, wenn man sich mit Unerklärlichem befasst. Wissen jenseits des Bildungskanons macht wach und aufmerksam. Aus diesem Grund schauen auch wir Erwachsenen uns die «Tagesschau» an: Reguläre Ereignisse würden die Einschaltquoten auf null sinken lassen. Jugendliche erkennen sehr rasch, was der Bildungskanon von ihnen will, und drohen sich von ihm abzuwenden.


Mein Blog befasst sich in einem umfassenden Sinn mit dem Verhältnis von Wissen, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk richte ich dabei auf die Aktivitäten des Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann und der Bertelsmann Stiftung.