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Montag, 27. April 2015

Mark Lilla: Frankreich in Flammen. Nach den jüngsten Attentaten muslimischer Extremisten stellt sich die Frage: Was muss oder kann die Zivilgesellschaft tun?

"Es gibt Väter, die sich weigern, weiblichen Lehrkräften die Hand zu geben oder ihre Frauen allein mit männlichen Lehrkräften sprechen zu lassen. Es gibt Fälle von Kindern, die es ablehnen, zu singen, zu tanzen oder ein Instrument zu lernen. Manche weigern sich, in der Mathematik das Pluszeichen zu verwenden, weil es einem Kreuz ähnelt. Das Problem der Kleidung und der Vermischung der Geschlechter hat dazu geführt, dass an manchen Schulen der Turnunterricht ausfällt. Kinder lehnen es offen ab, Klassiker zu lesen, die ihrer Ansicht nach religiös nicht akzeptabel sind: Rousseau, Molière oder die ehebrecherische 'Madame Bovary'. Brstimmte Themen erweisen sich als Knacknuss im Unterricht: Dazu gehören die Evolution, Sex und die Shoah. Ein Vater wird zitiert, der zu einem Lehrer sagte: 'Ich verbiete Ihnen, meinem Sohn gegenüber den Namen Jesus zu erwähnen.'"

Quelle: http://www.nzz.ch/feuilleton/frankreich-in-flammen-1.18530186