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Montag, 29. Januar 2018

Und das Arschloch ist: Maxim Biller.

Hamburg ist eine angemaßte Weltstadt und als solche leistet sich das Elbnest eine Reihe von beschaulich-bürgerlichen Presseerzeugnissen, die vorwiegend im Wochenrhythmus erscheinen. Geistig besonders Derangierte wie Oberstudienräte, Werber und allerlei Hipster-Gesocks aus der sogenannten Kreativwirtschaft halten Donnerstag für Donnerstag das wohl minderwertigste Spießbürger-Weekly stolz posierend vor ihre Wasserköpfe: DIE ZEIT.
Widerlinge wie Giovanni di Lorenzo, Josef Joffe und Iris Radisch adressieren ihre Sinnbotschaften an Ihresgleichen. Das DIE ZEIT-Feuilleton ist dermaßen verkommen, dass sich dort allerhand schwachsinniges Gesindel breit machen darf, ja, es soll dort Redakteurinnen geben, die voll tough auf feministisch machen, jedoch kein Problem damit haben, jeden sexistischen Twist eines Bremer Crétins namens Böhmermann unter lautem Jauchzen als Ausdruck edelster pseudo-kritischer Ironie zu adeln. Aber wehe, es wird diesen Hochglanz-ZEIT-Schlampen mal ganz real mit verbaler Schlüpfrigkeit begegnet - dann ruft man halt laut nach der Polizei.
Kein Wunder für mich, dass in diesem verkommensten Feuilleton der BRD dem Maxim"-analen-Oberarschloch" Biller eine halbe Seite spendiert wird. Das TV-gestählte Enfant terrible des heruntergekommenen Literaturbetriebs dieses unseres Landes passt olfaktorisch bestens in die vollgefurzte Filterblase des Hamburger Wochenblatts. Seine Frage nämlich, wer denn hier das Arschloch sei, betrachte ich mal bereits jetzt als hinlänglich beantwortet.
Dass DIE ZEIT ihre Filterblase mit dieser Biller-Polemik bespaßt, hat einen simplen Grund: Die glatt gegelten Edelstilisten blasen zum letzten Gefecht, wissen sie doch, dass ihre selbst angemaßte Deutungshoheit in den ätherischen Sphären des Leitmediums in Zeiten der Social Media längst sturmreif geschossen worden ist. Das Arschloch Biller schreibt:
<Und jetzt sage ich Ihnen, was mir zurzeit unglaublich auf die Nerven geht: dass Leute wie Sie immer öfter so tun, als hätten die Hass- und Hetz-Atmosphäre im Internet und die radikale, aggressive, sorgfältig komponierte Polemik irgendetwas miteinander zu tun ... Ja, Sie wollen eben nicht, dass man Ihnen mit scharfen Worten erklärt, wie verrottet inzwischen Ihre neu-alte deutsche Gegenwart ist ... (D)er Internet-Hass und der Hass eines bösartigen, wahrheitsliebenden, stringent argumentierenden und maßlos schimpfenden Publizisten haben absolut nichts miteinander zu tun ... Oder glauben Sie wirklich, dass Männer und Frauen wie Spinoza, Karl Popper oder Hannah Arendt mit 280 Zeichen, ein paar Flashmob-Posts und Facebook-Rants besonders weit gekommen wären?>
Och, Billerchen. Hast jetzt aber fein Mimimi gemacht. Dafür lädt dich Onkel di Lerenzo auch auf eine Pizza ein. Jetzt hat das kleine Arschloch so viele Worte gebraucht, so viele Autoritäten missbraucht, um den bescheuerten ZEIT-Lesern diese Botschaft zu vermitteln: Hass, Polemik und einfach mal Pöbeln sind nicht dasselbe.
Fazit: DIE ZEIT muss ganz schön am Arsch sein, wenn ein Arschloch wie Maxim Biller bemüht wird, um nur die Illusion von Deutungshoheit aufrecht zu erhalten.