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Samstag, 4. Januar 2014

Steffen und Linus Roski: Besuch der Sammlung Falckenberg am 4. Januar 2014 (Santiago Sierra)

Eine der letzten Möglichkeiten in Hamburg die Werkschau Santiago Sierras zu besichtigen, bot sich uns heute. Was ist über Sierra zu sagen? Mindestens drei Dinge: Der Spanier setzt sich in seinen Werken und Installationen mit

  • den geschichtlichen Kontexten von Kunst,
  • der skulpturalen Dimension künstlerischen Schaffens und
  • dem Faktor menschlicher Arbeit in der kapitalistischen Gesellschaft

auseinander. Dabei ist er der Tendenz nach anarchistisch und damit herrschaftskritisch, leugnet dabei aber keineswegs seine genuine Zugehörigkeit zum System kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung. Dies hinterlässt beim Betrachter gelegentlich ambivalente Gefühle.

Linus hat besonders ein großformatiges Transparent mit der Aufschrift

Inländer raus!
gefallen, das der Künstler auf der Urlaubsinsel Mallorca zeigen ließ.

Beeindruckt waren wir vor allem von einer Großrauminstallation, die per Video festgehalten wurde: Sie zeigte, von stalinistischer Musik unterlegt, eine Parade der seit 1975 in Spanien Herrschenden, beginnend mit Franco. Dabei wurden die großformatigen Leinwände auf dem Kopf stehend auf Staarskarossen platziert und auf einer Madrilener Prachtavenue präsentiert.















Mein Blog befasst sich in einem umfassenden Sinn mit dem Verhältnis von Wissen, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk richte ich dabei auf die Aktivitäten des Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann und der Bertelsmann Stiftung.