Empirische Studien zeigten, dass der durchschnittliche USHaushalt alle Register zog, damit sein Stück vom Kuchen nicht immer kleiner wurde: In den 1980ern gingen immer mehr Frauen einer Erwerbstätigkeit nach. Bis zur Jahrtausendwende weiteten viele Beschäftigte auch ihre Arbeitszeit immer weiter aus. Parallel dazu sank die Sparquote der US-Amerikaner dramatisch; ihre Verschuldung stieg. Auch hier kann eine Reihe von Studien belegen, dass die sich immer stärker öffnende Schere zwischen Arm und Reich der Auslöser war. Denn gerade in einem Land mit schwacher öffentlicher Infrastruktur orientieren sich die Konsumnormen besonders stark an den Ausgaben der Haushalte mit hohen Einkommen. So konnten viele Bürger die für nötig erachteten Ausgaben – etwa für das Wohnen in einem Viertel mit guten Schulen – nur über Kredite finanzieren. Mit vergleichsweise schlecht bezahlten Jobs und steigenden Gesundheitskosten hatten sie jedoch zunehmend Probleme, ihre Schulden zurückzuzahlen.
Mein Blog befasst sich in einem umfassenden Sinn mit dem Verhältnis von Wissen, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk richte ich dabei auf die Aktivitäten des Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann und der Bertelsmann Stiftung.
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Dienstag, 13. November 2012
Rainer Hank: Homm, Steinbrück & Co. - Die Geläuterten
s gibt den menschlich verständlichen Wunsch, Komplexität zu reduzieren, der die Ursachen der Krise in den moralischen Verfehlungen einzelner Akteure verortet. Kein Wunder, dass Krisenromane über gierige Investmentbanker Konjunktur haben. So lässt sich leicht kaschieren, dass sich zum Beispiel am gesellschaftlichen Erpressungspotential der Banken („too big to fail“) durch das Demutsgerede nichts geändert hat. Moralisieren ist leicht, Systemveränderungen sind schwer: Dazu braucht es weniger einen Kulturwandel als vielmehr ein besseres Design, welches das Überwälzen von Verlusten an die Allgemeinheit verhindert. Darum geht es, nicht um die Denunziation des Gewinnstrebens. Die zu Unrecht ein wenig außer Mode gekommene deutsche Wirtschaftstheorie nannte das gute Design „Ordnungspolitik“. Wo die Institutionen in Ordnung sind, braucht man sich um die Moral weniger zu sorgen. Selbst Bösewichte können dann wenig Schlimmes anstellen; ihre Läuterungsleier mögen sie uns ersparen.
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Freitag, 9. November 2012
Informations- und Diskussionsveranstaltung - Bertelsmann - Stiftung: Ein Konzern macht Politik - Referent: Steffen Roski
Fast täglich liest man in der Presse Verlautbarungen über und von Bertelsmann:
einmal sind es die Nachrichten über die Aktivitäten und die Ausbreitung des
Konzerns in aller Welt – ein andermal ist es die Stiftung, die feststellt, dass
LeiharbeitnehmerInnen keine Chancen auf eine Festanstellung haben, die
Armut von Kindern in Deutschland steigt und das Schulsystem gerade für
Kinder aus armen Familien undurchlässig ist.
einmal sind es die Nachrichten über die Aktivitäten und die Ausbreitung des
Konzerns in aller Welt – ein andermal ist es die Stiftung, die feststellt, dass
LeiharbeitnehmerInnen keine Chancen auf eine Festanstellung haben, die
Armut von Kindern in Deutschland steigt und das Schulsystem gerade für
Kinder aus armen Familien undurchlässig ist.
Für interessierte Menschen sind die Feststellungen der Bertelsmann-Stiftung
alte Hüte. Trotzdem scheinen sie ein soziales Engagement der Stiftung zu
belegen. Ist das wirklich so? Was treibt die Stiftung? Welche Ziele verfolgt sie
und wie arbeitet sie? Welche Verbindungen bestehen zwischen einem der
größten Medienkonzerne der Welt und seiner Stiftung? Welche politischen
Kräfte stützen und fördern die Arbeit der Stiftung?
alte Hüte. Trotzdem scheinen sie ein soziales Engagement der Stiftung zu
belegen. Ist das wirklich so? Was treibt die Stiftung? Welche Ziele verfolgt sie
und wie arbeitet sie? Welche Verbindungen bestehen zwischen einem der
größten Medienkonzerne der Welt und seiner Stiftung? Welche politischen
Kräfte stützen und fördern die Arbeit der Stiftung?
Viele Fragen, auf die wir versuchen, Antworten zu finden.
- mit Steffen Roski, Soziologe, Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)
- Moderation Inge Höger, Bundestagsabgeordnete Die LINKE
- Freitag, den 7. Dezember 2012, 19 Uhr
- Ravensberger Spinnerei Bielefeld – Murnau-Saal,
- Ravensberger Park 1, 33602 Bielefeld
DIE LINKE Kreisverband Bielefeld –
Bundestagsabgeordnete Inge Höger
August-Bebel-Str. 126, 33602 Bielefeld
Bundestagsabgeordnete Inge Höger
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Donnerstag, 8. November 2012
Mahmood Mamdani: Vier Fragen an Prof. Joseph Stiglitz
Mein zweites Beispiel ist etwas aktueller. Die EURO-Zone wurde geschaffen für ein Europa mit einer einheitlichen Währung, aber Europa war und ist keine demokra-tische, politische Einheit. Das Ergebnis war eine Finanzpolitik ohne demokratische Legitimation. Die Regierungen Europas taten den eigenen Völkern das an, was in den 80er Jahren den afrikanischen Ländern vom Washington Consensus angetan wurde. Nicht gewählte Regierungen regieren Europa und diese regierende Phalanx ist niemandem verantwortlich. Nach allen technischen Standards, was in Europa Gestalt annimmt ist eine Diktatur. Dadurch, dass wichtige Mechanismen demokratischer Systeme aufgeweicht oder abgeschafft werden, verliert die Demokratie rasch an Glaubwürdigkeit. Zum dritten Mal in diesem Jahrhundert versucht Deutschland, Europa zu seinem Hinterhof zu machen. Deutschland erreicht nun mit seinen Banken, was es im ersten und im zweiten Weltkrieg mit seinen Panzern nicht erreichen konnte. Es ist hochinteressant, dass nun ausgerechnet Deutschland eine demokratische Lösung für die Krise in der EURO-Zone vorschlagen soll, mit einer politischen Vereinigung Europas.
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Werner Rätz: Ziviler Ungehorsam und Blockupy
Obwohl bei beiden der politische Schwerpunkt links der Mitte des jeweiligen Bündnisses liegt, sie also das Potenzial hätten, in ihren jeweiligen Spektren die Mitte nach links zu verschieben, resultiert daraus keine Gemeinsamkeit. Das war auch nicht das Ziel von Blockupy gewesen. Es ging vielmehr um eine eigenständige linke Handlungsfähigkeit angesichts der Krise. Die sollte schon so breite Teile der Linken einbeziehen wie möglich, gerne auch die Teile der Partei die LINKE oder anderer, die dazu bereit sein würden. Aber wir wollten uns bewusst nicht schon von vorneherein durch Kompromisse mit sozialdemokratisch orientierten Großorganisationen lähmen, die nach allen bisherigen Erfahrungen dann letztlich real doch nicht mitziehen würden. Es ging also mehr um ein linkes Kräftesammeln als um eine Demonstration der gesellschaftlichen Breite.
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Jean-Luc Mélenchon und Ignacio Ramonet: Warum Chávez?
Das Skandalöseste an der laufenden Diffamierungskampagne gegen Chávez aber ist, dass sie den Eindruck zu erwecken versucht, in Venezuela würde die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Die Wahrheit ist, dass die Chávez feindlich gesinnte Privatwirtschaft die große Mehrheit der Medien kontrolliert. Davon kann sich jeder leicht überzeugen. Von 111 Fernsehkanälen sind 61 in privater Hand, 37 sind Basismedien (medios comunitarios) und 13 öffentlich. Nach einer Studie von Mark Weisbrot und Tara Ruttenberg vom US-amerikanischen Zentrum für Wirtschafts- und Politikforschung haben die öffentlichen Medien einen Marktanteil von 5,4 Prozent, während die privaten Kanäle 61 Prozent halten. Das gleiche Szenarium bietet sich bei den Radiosendern. Und 80 Prozent der Printmedien sind in den Händen der Opposition, darunter die einflussreichsten Zeitungen El Universal und El Nacional.
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Deutscher Bundestag - Wissenschaftliche Dienste: Das Konzept ‚Green Economy‘ nach dem UNEP Bericht (2011)
Die Organisation Greenpeace kritisiert, dass eine GE ohne absolute Obergrenze für Energie- und Ressourcenverbrauch keine Lösung darstelle, da Emissionen ins Ausland verschoben würden und Effizienzsteigerungen bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum die absoluten Emissionen erhöhen könnten. Das existierende marktwirtschaftliche Wirtschaftsmodell mit unbegrenzt möglichem Wachstum in einer physisch begrenzten Welt müsse hinterfragt werden. Entwicklungsländer sehen die GE als Deckmantel, mit dem die Industrienationen ihre weltwirtschaftliche Position zu festigen versuchen. Sie argumentieren, dass die Hauptlast der Umweltschutzmaßnahmen auf die Entwicklungsländer fallen würde.
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Ronald Dworkin: The Election
Much of this money comes from groups called Super PACs, which are subject to no restrictions except that they must act independently of the parties’ official campaigns. It is not plain that Romney will raise more money from Super PACs than Obama in this election. Priorities USA, the main group supporting Obama, raised $10 million in August, compared to $7 million by Restore Our Future, the main pro-Romney group, though the latter group had raised much more money earlier. That hardly diminishes the danger to democracy of large and often undisclosed corporate gifts.
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Jeff Madrick: Our Crisis of Bad Jobs
Moderate tax increases for the wealthy are an effective way to raise revenue to reduce the deficit: they do not reduce GDP very much because the well-off don’t tend to cut much of their spending and have enough money to keep going. But direct spending by the government can have a big impact on GDP due to what’s known as the multiplier effect. Money is spent, winds up in the hands of consumers, who save some and spend more, and so on in a virtuous circle. With more sales, business hires more workers. If growth speeds up, a higher proportion should be for better-paying jobs, though this is not altogether clear any longer.
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Paul Krugman and Robin Wells: Getting Away with It
But while the economy now may bear a strong resemblance to that of the 1930s, the political scene does not, because neither the Democrats nor the Republicans are what once they were. Coming into the Obama presidency, much of the Democratic Party was close to, one might almost say captured by, the very financial interests that brought on the crisis; and as the Booker and Clinton incidents showed, some of the party still is. Meanwhile, Republicans have become extremists in a way they weren’t three generations ago; contrast the total opposition Obama has faced on economic issues with the fact that most Republicans in Congress voted for, not against, FDR’s crowning achievement, the Social Security Act of 1935.
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Charles Rosen: One Easy Piece
Variations for Orchestra was written in 1955, and was Carter’s only major symphonic work before the Concerto for Orchestra of 1969. That Carter should have had to wait seventeen years for its performance by America’s reputedly most distinguished orchestra is typical of the difficult relation between American composer and orchestra today. During these seventeen years—and early enough in them—Carter had been recognized internationally, and considered by many as the finest and most interesting American composer now writing; for most of these seventeen years, in spite of this widespread recognition, the New York Philharmonic had chosen to act as if he did not exist.
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Dienstag, 6. November 2012
Ralf Wurzbacher: Von wegen Klebeeffekt - Studie belegt: Nur den wenigsten Betroffenen verhilft Zeitarbeit in einen festen Job. Bertelsmann-Stiftung versucht sich an Ehrenrettung der Branche
So weit will es die Stiftung freilich nicht kommen lassen. Und vielleicht plädiert sie auch deshalb für »Reformen«, die fast schon fortschrittlich anmuten. So solle die Zeitarbeit »intelligent« verteuert werden: »Durch eine Anhebung der Löhne, eine institutionalisierte Weiterbildung sowie ein Prämiensystem für erfolgreiche Vermittlung außerhalb der Leiharbeit.« Zur Vorsicht mahnt der Soziologe und Bertelsmann-Kritiker Steffen Roski. »Die Stiftung hat der Leiharbeitsindustrie als Designer der Agenda 2010 den roten Teppich ausgerollt. Indem sie jetzt in kapitalistischer Reparaturmanier an ein paar Stellschräubchen dreht, schafft sie lediglich Legitimation für etwas, das kein Mensch braucht«, sagte er am Dienstag im jW-Gespräch. Das Ganze sei vor allem eine PR-Show, »um die Kluft zwischen den falschen Verheißungen und der Wirklichkeit wieder ein Stück weit zu schließen«.
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Montag, 5. November 2012
Gerd R. Rueger: Der Euro in Athen - Bertelsmann rudert zurück
Die deutsche Medienkampagne gegen Griechenland und vor allem die Syriza-Linke zog sich neben BILD nicht nur durch Funk und Fernsehen, sondern auch durch den SPIEGEL („BILD am Montag“), das Flaggschiff der Printflotte des Mediengiganten Bertelsmann (Stern, Random House, RTL, Arvato u.a.), was links gern übersehen wurde. Obwohl immer noch vom Ruf des linksliberalen Qualitäts-Journalismus zehrend, ist der SPIEGEL seit den 90ern zum Zentralorgan eines „rheinischen Neoliberalismus“ verkommen. Dies geschah analog zum Machtzuwachs der milliardenschweren Bertelsmann-Stiftung, Haupteignerin des Konzerns und als neoliberaler think tank Leitwolf im Berliner Lobbyisten-Rudel.
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Sonntag, 4. November 2012
Ralf Wurzbacher: »Einem Konzern zum Fraß vorgeworfen« - Studie über Schulformwechsel: Bertelsmann Stiftung versteht »individuelle Förderung« nicht als Recht. Ein Gespräch mit Steffen Roski
"Die Bertelsmann Stiftung ist eine Art Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Bertelsmann AG, eines der weltweit führenden Medien- und Dienstleistungskonzerne, der neuerdings verstärkt auf dem Bildungsmarkt operiert. Der wächst und gedeiht aber nur, wenn das öffentliche Bildungssystem kaputtgespart wird. In diese Richtung wirkt die Bertelsmann Stiftung. Sie hat mit ihrem Einfluß als Denkfabrik praktisch sämtliche neoliberalen Bildungs- und Hochschulreformen der vergangenen Jahre auf den Weg gebracht. Eine zentrale Strategie besteht dabei darin, Begriffe mit neuem Inhalt zu füllen."
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Donnerstag, 1. November 2012
politikprofiler.blogspot.de Howgh - die Bertelsmann-Stiftung hat gesprochen - Warum bezahlen die keine Steuern?
Diese NGO verfolgt ein Ziel: Unternehmergewinne müssen jedes Jahr steigen. Löhne jedes Jahr sinken. Das erhöhte die Gewinnmarche und ist daher sozial, weil Arbeitsplätze erhalten bleiben. Am Ende teile sich vier Deutsche einen Arbeitsplatz. Schließlich reichen rein statistisch 2 Euro am Tag zum Leben. Deshalb hält die Bertelsmann-Stiftung fast alle Aktien der Bertelsmann AG und bezahlt dafür so gut wie keine Steuern. Wer in Deutschland richtig reich ist, braucht keine Schweizer Konten.
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wolfenbuettelheute.de Bertelsmann Stiftung - Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung fördert mit über 54.000 Euro Integration durch Musik
Von 2008 bis 2012 hat Liz Mohn mit ihrer Stiftung und der Ausschreibung damit insgesamt 69 Integrationsprojekte mit einer Summe von gut 300.000 Euro gefördert.
Kommentar von Steffen Roski: So verzerren kritiklose JournalistInnen das Bild. Die Bertelsmann Stiftung ist ein geschickt inszeniertes Steuersparmodell der Bertelsmann AG. Letztlich zahlt also die / der SteuerzahlerIn die philanthropischen Hobbys der Frau Mohn.
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Kommentar von Steffen Roski: So verzerren kritiklose JournalistInnen das Bild. Die Bertelsmann Stiftung ist ein geschickt inszeniertes Steuersparmodell der Bertelsmann AG. Letztlich zahlt also die / der SteuerzahlerIn die philanthropischen Hobbys der Frau Mohn.
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STEFAN SCHELP: Bertelsmann - Hoffen auf eine Erfolgsgeschichte
Als Thomas Rabe Anfang des Jahres den Chefposten bei Bertelsmann übernahm, machte der Titel “Tommy Reloaded”, frei übersetzt “Tommy der Zweite”, die Runde. Das bezog sich auf den einstigen Bertelsmann-Boss Thomas Middelhoff, auf dessen Tempo, auf dessen Kreativität und auf sein forderndes Wesen. Jetzt gibt es eine weitere Parallele zwischen Thomas und Thomas. Middelhoff war es, der 1998 den Kauf der amerikanischen Verlagsgruppe Random House einfädelte und Bertelsmann damit einen gewaltigen Sprung nach vorn ermöglichte. Rabe ist es, der ebenjenen Konzern mit Penguin Books verheiratet und ihn zur weitaus größten Verlagsgruppe weltweit macht. Zweimal Buchgeschäft. Und beide Male von Managern, die sich der Digitalisierung verschrieben haben. Keine Frage, die Fusion von Random House und Penguin ist ein Mega-Coup für Thomas Rabe – ein Erfolg, der sehnlichst erwartet wurde. Er ist der Beginn eines neuen Kapitels, er kann die Initialzündung sein, der Auftakt zu weiteren Geschäften und zum dringend erforderlichen Bertelsmann-Wachstum. Schon deshalb ist seine Bedeutung kaum zu überschätzen. Was das Geschäft tatsächlich einbringt, ob es auch in Euro und Cent eine Erfolgsgeschichte wird, muss sich in einigen Jahren zeigen.
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kress.de: Ehemaliger Bertelsmann-Kommunikationsboss: Bernd Bauer kommt ins Führungsteam von Blumberry
Von 2005 bis 2009 leitete Bauer die Unternehmenskommunikation beim Bankhaus Sal. Oppenheim. Zuvor verantwortete er die Unternehmenskommunikation des Medienkonzerns Bertelsmann, nachdem er dort bereits u.a. den Hörfunkbereich der Ufa Film und Fernseh GmbH und das Sportrechte- und Sportmarketinggeschäft der Ufa ausgebaut hatte. Bauer war zudem Koordinator der Kampagne "Du bist Deutschland", einer Initiative deutscher Medienunternehmen. Für die aktuell laufende Kampagne "Ich will Europa" hat Bauer Blumberry bei der Gewinnung von Medienpartnern unterstützt.
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junge welt: Bertelsmann will wachsen - Medienkonzern und britisches Verlagshaus Pearson bilden weltgrößten Buchverlag
Mit den Briten will Bertelsmann vor allem seine Position in den wachstumsstarken Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien ausbauen. Außerdem wird mit der Fusion die Marktmacht gegenüber großen Buch- und E-Book-Händlern wie Amazon gesteigert, die zuletzt tendenziell eher abgenommen hatte. Der Vorstandschef verkündete Ziele, die das Unternehmen seit längerem verfolgt. So wolle man neue Geschäftsfelder etwa im Bildungsbereich erschließen, verlorenen Boden im Internet gutmachen und in den bislang vernachlässigten Wachstumsregionen Fuß fassen.
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