Im Schwäbischen wird das Wort "Hagel" oft weniger für das Wetter und vielmehr als ein kräftiger Kraftausdruck oder zur Verstärkung von Emotionen genutzt.
Hier sind die gebräuchlichsten Sprüche und Flüche:
1. Der Klassiker (Fluch)
"Hagelsackerment!"
Das ist der universelle schwäbische Fluch, wenn etwas so richtig schiefgeht. Es ist eine Zusammensetzung aus "Hagel" und "Sakrament". Oft wird es auch abgekürzt zu:
* "Hagelschlag!" (als Ausruf des Entsetzens)
* "Hagel-noch-a-mol!" (Hagel noch einmal!)
2. Wenn jemand nervt
"Dich soll doch dr Hagel erschlage!"
Keine Sorge, das ist meistens nicht als tödliche Drohung gemeint, sondern eher ein sehr deutliches: "Lass mich in Ruhe" oder "Fahr zur Hölle".
3. Der "Hagel-Marsch"
"Heit geht’s aber Hagel-Marsch!"
Wenn es "Hagel-Marsch" geht, dann muss es schnell gehen. Das sagt man, wenn man jemanden antreibt oder wenn eine Situation plötzlich sehr dynamisch (und meistens stressig) wird.
Ein kleiner Fakt am Rande
Im Schwäbischen ist der "Hagel" traditionell deshalb so negativ besetzt, weil er früher die komplette Ernte (vor allem den Wein) in Minuten vernichten konnte. Deshalb ist "Hagel" in der Mundart oft ein Synonym für das Unglück oder den Teufel selbst.
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