Montag, 23. Juli 2012

medien-in-brasilien.de: Bertelsmann eröffnet Corporate Center in São Paulo

Für Bertelsmann ist Lateinamerika kein Neuland. Zeitschriftenaktivitäten der Verlagsgruppe Gruner + Jahr (u.a. Motorpresse Brasil und Lizenzen von P.M./Muy Interesante und GEO), TV-Sendungen von FremantleMedia (u.a. Idols/Ídolos, Password/Mega Senha) sowie Aktivitäten des Medien-Dienstleisters Arvato gibt es in der Region bereits seit vielen Jahren. In Brasilien beschäftigt der Konzern rund 1.000 Mitarbeiter, in ganz Südamerika sind es 3.000. Derzeit sei es noch zu früh, über konkrete Investitionen zu sprechen, sagte Rabe. “Wir sind mit einer langfristigen Perspektive hier und wollen den Markt genauer kennenlernen.”

Mein Blog befasst sich in einem umfassenden Sinn mit dem Verhältnis von Wissen, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk richte ich dabei auf die Aktivitäten des Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann und der Bertelsmann Stiftung.

mediatribune.de: Mohnopoly: Queen Liz‘ Imperium

Das Sagen hat künftig allein die als „Societas Europaea“ registrierte Komplementärin Bertelsmann Management SE. Deren 1,6 Millionen Stückaktien liegen komplett bei der BVG. Der neue Vorstand der Management SE mit seinem dynamischen Vorsitzenden Dr. Thomas Rabe (46) an der Spitze ist seit dem 5. Juni mit jenem der bisherigen Bertelsmann AG identisch. Auch einen eigenen Aufsichtsrat bekommt die Management SE. Er besteht aus Liz, Brigitte und Christoph Mohn sowie neun handverlesenen Wirtschaftsgrößen: => Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung (Vorsitzender), => Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Aufsichtsratsvorsitzender der BMW AG (Stellvertretender Vorsitzender), => Dr. Wulf H. Bernotat, ehemals Vorstandschef der E.ON AG, => Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA, => Hartmut Ostrowski, bis Silvester 2011 Vorstandschef der Bertelsmann AG, => Hans Dieter Pötsch, Vorstandsmitglied der Volkswagen AG, => Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender der Henkel AG & Co. KGaA, => Lars Rebien Sørensen, President und CEO der Novo Nordisk A/S, und => Bodo Uebber, Vorstandsmitglied der Daimler AG. Mehr Informationen: Mohnopoly: Queen Liz‘ Imperium

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füllers mobiles büro: Bertelsmann als Herzstück der Bildungs- und Bewusstseinsindustrie

Was Bertelsmann inszeniert, ist ein perfekt konzertiertes Agenda-Setting über alle verfügbaren Kanäle. Bildungsvorstand und Buchautor Jörg Dräger lenkt die Aufmerksamkeit auf Chancengerechtigkeit. Die Kanzlerin stimmt ein, die Stiftung liefert anschließend die wissenschaftliche Analyse dazu, die via Mainstream- und Alternativmedien verbreitet wird.

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Mike Nagler: „Akropolis adieu!“ Bertelsmann droht Athen mit Militärputsch

Zum korruptiven Berliner Dauerkonzert steuert Bertelsmann –neben den heimlich verbreiteten Librettos seiner Stiftung– gern mediale Paukenschläge bei. Das unterstreicht die Dominanz bei der Bestimmung der Marschrichtung und meist tönt Bertelsmann noch etwas teutonischer als andere Medien: Globalisierung in der Tonart der Deutschland AG. Deutsche Bank, Allianz, Altana, BMW, Mercedes, Siemens usw. danken es aus ihren Milliarden-Werbeetats mit fetten Anzeigen im Magazin. Die angeblichen „Edelfedern“ des weltberühmten Magazins waren sich da für etwas Mittun am Griechen-Bashing nicht zu schade.

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Thomas Pany: Weltweit werden Vermögen in Höhe von 16,7 Billionen Euro in Steueroasen gebunkert

Die Kernaussage ist, dass sich eine weltweite "Elite an Superreichen" mit Hilfe eines "Schwarms" hochbezahlter, fleißiger "Enabler", Vermögensverwalter der großen Banken, die globale Verflechtung von Geschäften und Lücken in der Gesetzgebung zunutze macht, um enorme Vermögen - "so viel wie das amerikanische und japanische Bruttoinlandsprodukt zusammengerechnet" - am nationalen Fiskus vor bei in Steueroasen unterbringt. Als federführend bei der Untersuchung der Kapitalflucht wird ein früherer Wirtschaftsexperte ("former chief economist") des Beratungsunternehmens McKinsey, James Henry, genannt. Die Daten für seine Recherche soll er über Aufzeichnungen der Bank for International Settlements (BIS), dem Internationalen Währungsfond (IWF) und nicht genauer bezeichnete Analysanten des privaten Sektors gewonnen haben.

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Rudolf Maresch: "Der Gescheiterte ist der Gescheitere" Bringen Niederlagen mehr Erkenntnisse als Siege? - Der Historiker Reinhart Koselleck scheint davon überzeugt gewesen zu sein

Zur heroischen Figur der Erkenntnis taugt er dennoch nicht. Dafür ist die Figur des Losers zu ambivalent. Weder lässt er sich sozialromantisch verklären noch politromantisch aufladen oder gar gegen notorische Besserwisser, die hinterher immer alles besser wissen, ins Feld führen. Die Biografie Carl Schmitts liefert dafür das beste Beispiel. In einem zweiten, noch nicht publizierten "Glossarium" schreibt der umstrittene Staatsrechtler nach seiner Inhaftierung: "Der Gescheiterte ist der Gescheitere." Er sei, will er uns wohl in trotziger Haltung sagen, mit seinen Vorstellungen zwar gescheitert, aber nicht zugleich auch der Dümmere.

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Bernhard Wiens: Zwischenstation Hoffnung - Bauen, Wohnen, Planen: integrierte Prozesse weltweit

Design-Ideen wieder. Wird die Armut ästhetisch ausgebeutet, erfreuen sich die Gentrifier an der "Schönheit des Elends"? Ersteht der "Edle Wilde" kolonialistischer Zeiten wieder auf, der seine Behausung nun der "white charity" weltreisender Architekten verdankt? Aber gegen eine postmodernistische Rezeption ist keine Architektur gefeit. Lukas Feireiss fände es "reizvoll", diese Wirkungsgeschichte "zu beobachten". Modischen Typisierungen entziehen sich jene Architekturen jedoch durch ihren experimentellen Charakter. Dadurch entfalten sie im Gegenteil eine subversive symbolische Wirkung in der Globalisierung sich auflösender Sozialstrukturen. Schält sich hier der Stil eines ubiquitären Regionalismus heraus? Symbolisch deshalb, weil eine provisorische Low-Cost-Bauweise im "Dazwischen" die Gentrifizierung in westlichen Metropolen hoffnungsvoll unterminieren könnte.

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Sonntag, 22. Juli 2012

Reinhold Hedtke: Wem gehört die ökonomische Bildung?

Insbesondere Wirtschaftsverbände, unternehmernahe Stiftungen, Institute und Initiativen fordern seit einem Jahrzehnt mehr ökonomische Bildung an Schulen. Die vorliegenden Studien zeigen, dass sie als locker verbundene Lobbyisten zusammen mit Wirtschaftsdidaktikern ein bestens finanziertes politisch-pädagogisches Netzwerk bilden. Seine Akteure und Aktivitäten finden parteipolitische Unterstützung vor allem bei CDU und FDP. In und mittels der ökonomischen Bildung befördert dieses Netzwerk die Interessen der privaten unternehmerischen Wirtschaft sowie politische Positionen des wirtschaftsliberal-konservativen Spektrums. In diesem Sinne sollen auch die Schülerinnen und Schü- ler einseitig beeinflusst werden. Das legen Analysen einiger Unterrichtsmaterialien nahe, die Akteure aus diesem Netzwerk entwickelt haben und verbreiten. Pluralistische Ansätze in Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik sucht man dort meist vergebens. Über Lehr-Lern-Materialien strebt insbesondere die Finanzindustrie nach Präsenz im Klassenzimmer, ihre Mitarbeiter sollen zu Finanzieller Allgemeinbildung unterrichten. Das ist eine bemerkenswerte Vermischung von Bildungsauftrag und Gewinninteressen. Fasst man die Ergebnisse der einzelnen, explorativen Analysen zusammen steht zu befürchten, dass ein Schulfach Wirtschaft zum Fach der Wirtschaft und Wirtschaftsverbände wird und wirtschaftsliberal-konservatives Denken in die Schulen bringen soll. Demgegenüber müssen Bildungspolitik und Wirtschaftsdidaktik den wissenschaftlichen und politischen Pluralismus in der ökonomischen Bildung in allgemein bildenden Schulen sichern. Den Unternehmer- und Wirtschaftsverbänden steht kein Alleinvertretungsanspruch für „die Wirtschaft“ zu. Auch Akteure wie Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherverbände haben zu wirtschaftlichen Themen Wichtiges zu sagen. Deshalb gehört in einer Demokratie die öffentliche ökonomische Bildung allen.

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Philipp Abresch: Weltspiegel-Reportage aus Japan - Das Märchen von der Energiewende

In Japan verschafft sich der Volkszorn vor dem gerade wieder in Betrieb genommenen Atomkraftwerk Oi Luft, denn das AKW ist genauso unsicher wie zuvor. Auch für diesen Fall gibt es anderthalb Jahre nach Fukushima keinerlei Vorkehrungen, die Menschen zu schützen. Doch die warnenden Stimmen mehren sich.

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Essen: Unperfekthaus

Hier präsentiert sich das Unperfekthaus in Essen - einfach perfekt unperfekt!

Auf dem Männerklo
Wer dieser wohl ist?


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Dorit Kowitz: Arme sterben früher. Neue Studien belegen endgültig: Reichtum garantiert Gesundheit und ein längeres Leben.

In einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellten Forscher 2011 fest, dass die Ungleichheit in Deutschland wächst – trotz mehr Arbeit. Sie führten die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich auf den enormen Anstieg der Teilzeitarbeit zurück. Ihr Anteil sei seit 1984 von 11 auf 22 Prozent gestiegen, von knapp drei auf mehr als acht Millionen Menschen. Auch die Einkommen der Vollzeitbeschäftigten driften laut OECD auseinander: In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Lohnschere zwischen den obersten und untersten zehn Prozent um ein Fünftel geweitet. Heute verdient ein Alleinstehender am unteren Rand im Jahr 7.400 Euro netto, ein Angestellter aus dem obersten Zehntel dagegen im Schnitt 57.300 Euro netto – fast achtmal so viel. Das Wissenschaftszentrum Berlin hat ermittelt, dass es gleichzeitig schwerer wird, der unteren Einkommensschicht wieder zu entkommen. Waren es in den 1980er Jahren noch 57 Prozent, die in ihr stecken blieben, sind es heute schon 65 – sieben Prozent mehr, die schlechte Karten haben, lang zu leben.

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Marcus Rohwetter: Deutschlands liebster Feind

Zitat aus dem Zeit-Artikel (Ausgabe vom 12. Juli 2012, S. 24):


"Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern statt einer Gehaltserhöhung einen - oftmals großen und repräsentativen - Firmenwagen spendieren, sparen sie damit Steuern und Abgaben. Das ist politisch so gewollt. Als <größte Steuervergünstigung in Deutschland> bezeichnen die Forscher der Universität Köln den Dienstwagendeal, für den der Staat nicht bloß höhere Treibhausgasemissionen in Kauf nimmt, sondern jährlich auch auf bis zu 5,5 Milliarden Euro an Einnahmen verzichtet."

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Steffen Roski: An der Steuer vorbei

Laut einer Statistik der Wochenzeitung Die Zeit (Ausgabe vom 12. Juli 2012, S. 20) beläuft sich das geschätzte Ausmaß der Schattenwirtschaft allein in Deutschland auf 13,5% des Bruttoinlandsprodukts (2011). Konkret handelt es sich dabei um eine Summe von ca. 470 Milliarden Euro. Der Sozialetat umfasst ca. 825 Milliarden Euro, die Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung liegt derzeit bei 15,6%.

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John F. Jungclaussen | Matthias Krupa | Claas Tatje | Peer Teuwsen: Die Reichen verlassen den Süden

Das ist das größte Steuerproblem der Europäischen Union. Es sind nicht die Paradiese Cayman Islands, Singapur oder Jersey. Es sind Steueroasen auf ihrem eigenen Hoheitsgebiet. »Der Binnenmarkt hat die Grenzen Europas aufgebrochen, aber die Steuersysteme passen überhaupt nicht zusammen«, klagt Steuerkommissar Šemeta. Doch als seine Mitarbeiter das ändern wollten und im März 2011 zumindest die Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer vereinheitlichen wollten, brach die Hölle los. Da verweist jedes Land auf seine eigene Geschichte, seine eigene Steuerphilosophie. Einig sind sich die Finanzminister nur darin, dass sie ihre Steuerpolitik nicht ändern wollen. »Solange niemand einen außenpolitischen Konflikt riskiert, passiert auch nichts«, sagt Sven Giegold, Wirtschaftsexperte der Fraktion der Grünen im EU-Parlament.

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Thomas Barth: Piraten bezweifelten die Gemeinnützigkeit der Bertelsmann-Stiftung

Unbeliebt sind die Piraten bei Verwerter Bertelsmann, dem größten Medienkonzern Europas, vor allem aus zwei Gründen. Erstens stellen sie das Urheberrecht zur Diskussion: Das gefällt weder Medienindustrie noch „Spiegel“. War Matusseks Pamphlet im Bertelsmann-Blatt „Spiegel“ die Rache des größten europäischen Urheberrechte-Verwerters Bertelsmann an den Piraten? Denn die hatten nicht nur die Verwerter-Profite bedroht, sondern im NRW-Wahlkampf auch noch Forderungen der Anti-Bertelsmann-Bewegung aufgenommen. Die NRW-Piraten traten dafür ein, der milliardenschweren Bertelsmann-Stiftung die Gemeinnützigkeit zu entziehen, einem neoliberalen Think Tank, also der hierzulande mächtigsten Lobbyismus-Fabrik mit angeschlossenem Medienimperium. Es geht um viele Millionen jährlicher Steuererleichterungen, die nach Meinung der Kritiker unrechtmäßig an Bertelsmanns „Abteilung für politische Kampagnen“ vergeben würden, da die Stiftung zudem heimlich und illegal Profitinteressen des Konzerns befördere – etwa, wenn für die Privatisierung staatlicher Verwaltungen getrommelt wird, für welche die Bertelsmann-Tochter „Arvato Government Services“ ihre bezahlten Dienste anbiete.

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Sozialstaat 3.0: Reallife-Treffen / Sozial-Camp der Sozialpiraten im Unperfekthaus Essen am 21. / 22. Juli 2012

Kurzentschlossen begab ich mich am 21. Juli 2012 nach Essen zum Sozial-Camp der Piratenpartei. Besonders interessiert bin ich am Thema Bedingungsloses Grund- oder Mindesteinkommen (kurz BGE) und wurde in meinem Panel von den Referierenden nicht enttäuscht! Es geht mir im Folgenden nicht darum, das Konzept zu erläutern. Wer sich z.B. die Vorstellungen der Piraten zu eigen machen will, kann dies hier tun:

ALS VORSCHLAG ZUR DISKUSSION – SOZIALSTAAT 3.0 – VERSION 1.2 - Ein Modell der Sozialpiraten Michael Ebner und Johannes Ponader

Mir geht es im Blog nur darum, einige Gedankensplitter und Bilder aus den Foren wiederzugeben. Beginnen möchte ich mit einem Zitat aus dem gerade erwähnten Dokument von Ebner & Ponader:

Die Sozialversicherungen stehen derzeit nicht nur wegen der demographischen Entwicklung unter Druck: Mit dem Schwund sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse wird zusätzlich die Basis der Beitragszahler geschmälert. Deshalb sieht unser Modell vor, Einkommensanteile, die nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen (Unternehmensgewinne, Kapitalerträge, Arbeitnehmerentgelte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze), mit einem sogenannten Solidarzuschlag zur Einkommenssteuer zu besteuern. Dadurch werden sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zu nicht sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen wieder attraktiver und damit die Sozialversicherungen stabilisiert.

Natürlich gab es in Essen viele interessante Vorträge, ich möchte zwei Referierende - in der Reihenfolge ihrer Präsentationen - besonders hervorheben:

Enno Schmidt und Susanne Wiest

Die wesentlichen Aussagen von Enno Schmidt zum BGE kann man hier nachvollziehen: Vortrag von Enno Schmidt. Susanne Wiests Blog ist hier zu finden: Blog von Susanne Wiest.

Gedankensplitter 1


Und hier das Bild dazu:

Die Pen-Parade

Gedankensplitter 2


Gedankensplitter 3

Parole: Leistungsrenditen sollen der / dem Erbringer(in) der jeweiligen Leistung auch zukommen, das Problem in der gegenwärtigen kapitalistischen Ökonomie sind jedoch die Knappheitsrenditen, die daraus resultieren, dass einige wenige Akteure (Monopole / Oligopole) Produktionsfaktoren kontrollieren. Diese wären abzuschaffen und zu sozialisieren. Das BGE ist ein Schritt in diese Richtung!

Bildimpressionen



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Samstag, 21. Juli 2012

Wolfgang Stieler: Neuer Zündstoff im Klimastreit

Umweltschützer befürchten allerdings nicht nur schädliche Nebenwirkungen wie explosionsartig vermehrte giftige Algen oder die Ausbildung von sauerstoffarmen Zonen auf dem Meeresboden, wenn plötzlich große Mengen organischen Materials dorthin absinken. Auf noch größere Kritik stößt bei den den Eisendünger-Gegnern, dass die Technik eine Spielart des so genannten Geoengineering ist: der großtechnischen Reparatur des Klimas.

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Nathalie Roller: Und wieder mal ein höchst radio-aktiver Staatspräsident

Es war auch Frankreich, das zu Beginn des 20.Jahrhunderts einer Polin namens Marie Curie, polnischer Name Maria Sklodowska, die wissenschaftlichen Mittel zur Verfügung stellte, um die nukleare Spaltung zu entdecken. Diese doppelte Nobelpreisträgerin, Physik und Chemie, ist auch die Schöpferin des Wortes "Radioaktivität", die ihr wie man weiß, das Leben kostete. Jahrelang hatte sie radioaktives Material mit sich herumgetragen, dessen Gefährlichkeit ihr natürlich noch nicht bewusst war. 1934 ist Marie Curie, verstorben, und nun im Mai 2012 ehrte Präsident François Hollande bei seiner Amtsübernahme diese Wissenschaftlerin ausländischer Herkunft, was er betonte. Die Arbeit und die Entdeckungen von Madame Curie "seien Teil des französischen Stolzes geworden", wie der neue Staatspräsident ausdrücklich hervorhob. Vive a radioactivité!?

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Reinhard Jellen: Das Leben nach dem Einschlag der fiskalischen Neutronenbombe - Interview mit Katja Kullmann über Armut und Gentrifizierung im neoliberalisierten Detroit

" Detroit leidet seit Jahrzehnten unter dem gegenteiligen Problem: einer massiven De-Gentrifizierung. Jeder, der es sich leisten kann, zieht weg. Daher freuen sich alle, wenn irgendwo in der Stadt wenigstens mal ein Starbucks-Laden aufmacht. Selbst diejenigen, die sich niemals einen Kaffee dort leisten könnten, weil der ungefähr so viel kostet wie ein XXL-Familien-Spar-Menü bei McDonald’s, finden das gut. Die Hoffnung, die dahinter steht: Je mehr wohlhabende Menschen sich ansiedeln, desto mehr Service-, Fahr-, Wach- und Pflegedienste müssen erledigt werden - desto mehr Jobs fallen also wieder an, auch für diejenigen, die nicht zur Elite gehören."

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Piraten: Ehrenkodex


Piraten sind frei

Piraten sind freiheitsliebend, unabhängig und selbstbestimmt, ihrem eigenen Ehrenkodex verpflichtet. Dies beinhaltet auch, dass Wikipedia-logo.png Parteizwang ebenso wie jeder Verhaltenskodex als blinder Gehorsam abgelehnt wird und dass die Entscheidungsfreiheit erhalten bleibt. Piraten lassen sich nicht überwachen. Piraten sind unbestechlich.

[Bearbeiten]Piraten handeln nur freiwillig

Ein Pirat lässt sich zu keiner Handlung zwingen, noch zwingt er andere Menschen und Piraten zu einer Handlung. Ein Pirat entscheidet in jedem Moment, ob sein Handeln mit seinen ethischen und moralischen Grundsätzen übereinstimmt. Ein Pirat entscheidet unter diesen Bedingungen jeden Moment seines Handelns immer wieder und verharrt nicht in starren Regeln. So entscheidet jeder Pirat immer wieder neu auf der Basis von Freiheit und Verantwortlichkeit.

[Bearbeiten]Piraten leben privat

Piraten legen hohen Wert auf ihre vom Grundgesetz garantierte Privatsphäre. Sie wissen, dass ohne private und unbeobachtete Freiräume keine freiheitlich-demokratische Gesellschaft möglich ist. Wer nicht weiß, ob er beobachtet wird und wer sich nicht mehr sicher ist wer was über ihn weiß, wird bewusst oder unbewusst sein Verhalten verändern und sich in eine für die Gesellschaft gefährliche "Normalität" begeben. Überwachungsmaßnahmen, die die Privatsphäre einschränken, werden von allen Piraten abgelehnt und bekämpft, weil sie die freie Entfaltung der Persönlichkeit verhindern und demokratische Vielfalt beschneiden. Daher muss auch in der Piratenpartei stets eine anonyme Beteiligung an der politischen Arbeit möglich sein.
Trotzdem hat ein Pirat Mut Farbe zu bekennen und versteckt sich nicht hinter diesem Freibrief, wenn es dem Kodex entspricht.

[Bearbeiten]Piraten fragen nach

Die schöne Variante von "Ein Pirat denkt". Piraten schlucken nicht alles. Medienkritik ist essentiell wichtig. Piraten hacken Systeme, aber nicht sinnlos und respektlos.
Hacken von Systemen:
Jedes System kann gehackt werden. Mit "System hacken" meint man nicht, dass es zerstört wird, sondern einfach nur komplett verstanden. Erst wenn man ein System komplett versteht, sieht man die Schwachstellen/Fehler. Beispiel: Fernsehabteilung - Dort werden verschiedene Fernseher mit unterschiedlicher Farbtemperatur betrieben. Da die meisten Leute ein warmes Bild (mehr Rot) lieber mögen als ein kaltes (mehr blau), können so gezielt die Fernseher verkauft werden, die raus müssen. Ein Pirat würde sich also fragen: Wieso sieht die Farbe bei den verschiedenen Fernsehern unterschiedlich aus? Kann man die Farbe korrigieren? Wenn ja, warum machen die Verkäufer das nicht? Welche Fernseher wollen die Verkäufer mir verkaufen und was sind das für Fernseher?
Erst Fragen schaffen Klarheit. Oder wie es bei der Sesamstraße heißt: "Wer nicht fragt, bleibt dumm."
Piraten versuchen genauestens zu durchleuchten, alle Handlung ist differenziert.

[Bearbeiten]Piraten sind erfinderisch

Dieser Punkt ist aus dem "hinterfragt" entstanden. Piraten sind neugierig und kreativ, sie erfinden ständig Neues, sind offen für neue Wege, sehen andere Lösungen und lassen sich nicht von alten Mustern einnehmen. Dabei realisieren Piraten neue Projekte und Aktionen nach dem Koordinations- und Kooperationsprinzip. In einem ständigen Prozess werden dabei bestehende Projekte erweitert, verbessert, werden Innovationen eingeführt und weitere Ideen geschmiedet.
Um politisch ernst genommen zu werden verzichtet ein Pirat auf Esoterik. Etwas Kult zur Festigung des Piratengefühls ist erlaubt. Piraten sind bereit, sich von ihren "geistigen Kindern" zu trennen, wenn es sich nicht bewährt oder als unsinnig erkannt wird.

[Bearbeiten]Piraten fördern freies Wissen, Bildung & Kultur

Piraten setzen sich für eine freie Wissensgesellschaft ein. Wissen und Kultur zu teilen ist für sie der Schlüssel zu Chancengerechtigkeit und zu einer materiell sowie geistig und kulturell wohlhabenden Gesellschaft. Insbesondere fordern und fördern Piraten das Prinzip des OpenAccess, OpenSource, alternative Lizenzmodelle wie Creative Commons,freies Radio und freies Fernsehen.
Außerdem wenden wir uns gegen das "Raubkopie"-Argument und die GEZ.
Piraten engagieren sich ebenso für freie Bildung und gleiche Bildungschancen für Alle, unabhängig von ihrer sozialen oder finanziellen Situation. Dies beinhaltet einen kostenlosen Zugang zu Schulen und Hochschulen.

[Bearbeiten]Piraten machen die Klappe auf

  • Piraten orientieren sich in allen Entscheidungen am Wohl aller Menschen.
  • Ein Pirat bleibt nicht stumm, wenn ihm etwas nicht passt.
  • Ein Pirat - ein Wort! Piraten stehen zu ihrem Wort und äußern daher nicht voreilig angebliche absolute Wahrheiten.
  • Piraten kritisieren, aber sachlich und konstruktiv.
  • Piraten sind mutig.
  • Piraten machen von ihrem Einfühlungsvermögen Gebrauch.
  • Piraten nehmen ihre Rechte wahr.
  • Piraten gehen wählen.
  • Sie wissen aber auch, wann sie mal ruhig sein sollten.
  • Sie stellen ihre Gedanken anderen Piraten zur Diskussion um einen Konsens zu finden, der dem Parteiprogramm entspricht.
  1. Whistleblowing

[Bearbeiten]Piraten sind fair

Die Piraten stehen für eine politische Kultur der Fairness, Höflichkeit und Sachlichkeit, in der Argumente und Inhalte wieder zählen. Das gilt für Auseinandersetzungen innerhalb der Partei und mit politisch Andersdenkenden.
Piraten fühlen sich der Wikipedia-logo.png Netiquette verpflichtet.
Piraten sind bereit, sich selbst in Frage zu stellen, wenn es nötig ist. Piraten lassen sich trotzdem nicht unterkriegen.

[Bearbeiten]Piraten haben Achtung vor dem Leben

Piraten haben Achtung vor jeglicher Form von Leben. Todesstrafe, Tötung von Tieren aus Spaß und die Zerstörung vonNatur und Umwelt lehnen wir daher ab, ebenso wie Patente auf Gene oder ganze Organismen.

[Bearbeiten]Piraten sind friedlich

Die Stärke eines jeden Piraten ist in erster Linie seine Stimme. Viele Piraten ergeben viele Stimmen. Zusammenhalt bei gemeinsamen Zielen ist wichtig. Piraten können Auseinandersetzungen verbal regeln und lassen sich nicht provozieren. Piraten wehren sich entschieden dagegen, mit gewaltbereiten Randalierern in Zusammenhang gebracht zu werden, da sie das komplette Gegenteil davon darstellen.
Piraten haben aber den Mut, zu hinterfragen und ordnen sich nicht eventuellem Geschwätz unter. Piraten stehen Rede und Antwort.

[Bearbeiten]Piraten zeigen Zivilcourage

Piraten möchten der "Wegseh-Gesellschaft" entgegenwirken und verhalten sich stets couragiert. In Situationen, die Zivilcourage erfordern, bleiben sie nicht untätig! Sei es die alte Dame, die ihren Rollator nicht mehr ohne Weiteres in den Bus heben kann, Übergriffe auf Mitbürger, der Unfall, das liegen gebliebene Fahrzeug, die nächtliche Schlägerei vor der Diskothek oder der Mann im Bus, der gerade einen Asthma-Anfall bekommt - all diese Situationen erfordern aktives oder passives Eingreifen. Piraten sehen nicht weg und verlassen sich nicht darauf, dass irgend jemand anderes schon etwas machen wird, sondern sie treten selbst in Aktion und wägen ab, was zu tun ist. Man muss sich nicht selbst in Gefahr bringen, um Courage zu zeigen! Ein Anruf in der Notrufzentrale (110/112), ein lauter Schrei "FEUER" , entschiedene Worte oder auch die nur aktive, aufmerksame Teilnahme am Geschehen bewirken oft schon Großes.

[Bearbeiten]Piraten sind tolerant und gegenWikipedia-logo.png Diskriminierung

Niemand darf aufgrund seiner (Wikipedia-logo.png geographischen oder Wikipedia-logo.png sozialen) Wikipedia-logo.png Herkunft, seines Wikipedia-logo.png Glaubens (oder Wikipedia-logo.png Nicht-Glaubens), seines Wikipedia-logo.png Aussehens (Hautfarbe oder Wikipedia-logo.png Physiognomie), seiner Wikipedia-logo.png Sprache, seines (Wikipedia-logo.png biologischenoder Wikipedia-logo.png sozialen) Wikipedia-logo.png Geschlechts, seiner Wikipedia-logo.png sexuellen Orientierung,wegen seines Berufes oder seiner Familien-Tätigkeit als Hausfrau/Hausmann, seiner Wikipedia-logo.png Kultur, seines Gewichtes oder Übergewichtes, seiner (Wikipedia-logo.png körperlichen oder intellektuellen) Fähigkeiten, seines Gesundheitszustandes, seiner Wikipedia-logo.png politischen Anschauungen, seines Wikipedia-logo.png Alters, seines Familienstandes beziehungsweise seiner Wikipedia-logo.png Lebensweise oder wegen seines Bildungsstandes diskriminiert werden!

[Bearbeiten]Piraten sind keine Räuber

Hiermit ist Respekt vor geltenden Gesetzen und materiellem Privateigentum zum Ausdruck gebracht.

[Bearbeiten]Piraten sind keine Freeloader

Piraten haben Respekt gegenüber Urhebern und deren Schaffen (wichtig für Urheberrechtsdebatte u.Ä.). Man wendet sich gegen Ausbeuterei. Piraten schmücken sich nicht mit fremden Federn. Piraten sind bereit, Kulturschaffende und andere Kreative angemessen zu unterstützen und somit Verantwortung für den Fortbestand von Kultur und z.B. Journalismus zu übernehmen.

[Bearbeiten]Piraten denken auch an andere

Dieser Punkt zeigt auf, dass Piraten niemanden durchs soziale Netz fallen lassen möchten. Insbesondere denken Piraten bei sämtlichen Überlegungen immer an Minderheiten, wenn es darum geht, die besten Lösungen für die Gemeinschaft zu finden. Piraten versuchen möglichst empathisch zu sein und sich in andere Menschen hinein zu versetzen, um so einen klareren Blick auf sich selbst, seine Einstellungen und auf die Meinung des anderen werfen zu können. Piraten geht es nicht darum nur ihre eigene kleine Welt so angenehm wie möglich zu gestalten, sondern sie denken stets auch an diegroße Welt da draußen, die es gemeinsam und zum Wohle Aller zu verbessern gilt.

[Bearbeiten]Piraten denken, handeln und arbeiten global

Die Tatsache, dass Piraten eine globale Bewegung sind, lässt Piraten auch global denken, um so langfristig (aber in nicht allzu ferner Zukunft) bei der Bewältigung der drängendsten Probleme unserer Welt mitzuwirken.

[Bearbeiten]Piraten zerschlagen Gordische Knoten

Was Piraten anpacken, machen sie so einfach wie möglich und so kompliziert wie nötig. Piraten wollen, dass jeder die Spielregeln versteht. Piraten setzen sich für eine klare Begriffssprache ein und sind daher verständlich. Piraten handeln nach dem KISS-Prinzip, z.B. >Keep it simple and smart< und kennen das Geheimnis um das Ei des Kolumbus.

[Bearbeiten]"Piraten suchen ihr Schiff"

Piraten suchen ihr Schiff,

die Piraten unseres Schiffes sind leicht zu erkennen:
Sie gehen aufrecht, haben ein Funkeln in den Augen
und ein Schmunzeln auf den Lippen.

Piraten sind weder heilig, noch erleuchtet.
Piraten sind durch ihre eigene Hölle gegangen.
Piraten haben ihre Schatten und Dämonen angeschaut,
angenommen, offenbart und durchschaut.

Piraten sind keine Kinder mehr und
wissen wohl, was ihnen angetan worden ist.
Piraten haben ihre Scham und ihre Rage explodieren lassen
und dann die Vergangenheit abgelegt,
die Nabelschnur durchtrennt und die Verzeihung ausgesprochen.

Da Piraten nichts mehr zu verbergen haben, sind sie klar und offen.
Weil Piraten nichts mehr zu verdrängen haben,
sind Piraten voller Energie, Neugierde und Begeisterung.

Das Feuer brennt in ihrem Bauch!

Die Piraten unseres Schiffes kennen den wilden Mann
und die wilde Frau in sich und haben keine Angst davor.
Piraten halten nichts für gegeben und selbstverständlich,
prüfen nach, machen ihre eigenen Erfahrungen
und folgen ihrer eigenen Intuition.

Piraten und Piratinnen unseres Schiffes begegnen sich auf der
gleichen Ebene, achten und schätzen ihr "Anders" -Sein,
konfrontieren sich ohne Bosheit und lieben ohne Rückhalt.

Piraten unseres Schiffes gehen oft nach innen, um sich zu sammeln
und Kontakt mit den eigenen Wurzeln aufzunehmen,
sich wieder zu finden, falls sie sich durch den Rausch des
Lebens verloren haben.

Und dann kehren Piraten gerne zu ihrem Schiff zurück,
denn sie mögen teilen und mitteilen,
geben und nehmen, schenken und beschenkt werden.

Piraten leben Wärme, Geborgenheit und Intimität.
Getrennt fühlen sie sich nicht verloren wie kleine Kinder
und können gut damit umgehen.

Piraten leiden aber an Isolation und sehnen sich nach ihren
Seelenbrüdern und -schwestern.

Die Zeit zum Entern ist gekommen!

Piraten suchen ihr Schiff
Vielen Dank an den unbekannten Verfasser


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