Mittwoch, 14. Oktober 2026

Steffen Roski: Netzfund

Schon komisch, wenn einem der eigene Namen in Verbindung mit einer Romanfigur im Netz begegnet: "Steffen Roski gehört sicher zu Letzteren. Er führt sein Unternehmen kumpelhaft, beschäftigt einen von Jonas kritisch beäugten rastalockigen Afghanen und begeht seine Betriebsfeier in einer Schwulenbar, die Jonas‘ Vater einen „Fleischwolf“ nennt. Roski steht für den abgeklärten Intellektuellen klassisch modernen Zuschnitts, der den Kampf gegen die bürgerlichen Drachen Mammon und Monotonie zwar nicht gewonnen, aber überstanden hat und nun mit unverwundbarem Sarkasmus das Chaos der Geschichte heimatlos durchstreift. Nicht zufällig hängt in seinem Büro ein Plattencover der Beatnik-Band The Doors, die wie wenige andere für den rebellischen Hedonismus der 60er-Jahre steht und in die neulinke Achtsamkeit beinahe ebenso wenig passt wie ihr konservatives Feindbild."

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