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Sonntag, 22. Juli 2012

Thomas Barth: Piraten bezweifelten die Gemeinnützigkeit der Bertelsmann-Stiftung

Unbeliebt sind die Piraten bei Verwerter Bertelsmann, dem größten Medienkonzern Europas, vor allem aus zwei Gründen. Erstens stellen sie das Urheberrecht zur Diskussion: Das gefällt weder Medienindustrie noch „Spiegel“. War Matusseks Pamphlet im Bertelsmann-Blatt „Spiegel“ die Rache des größten europäischen Urheberrechte-Verwerters Bertelsmann an den Piraten? Denn die hatten nicht nur die Verwerter-Profite bedroht, sondern im NRW-Wahlkampf auch noch Forderungen der Anti-Bertelsmann-Bewegung aufgenommen. Die NRW-Piraten traten dafür ein, der milliardenschweren Bertelsmann-Stiftung die Gemeinnützigkeit zu entziehen, einem neoliberalen Think Tank, also der hierzulande mächtigsten Lobbyismus-Fabrik mit angeschlossenem Medienimperium. Es geht um viele Millionen jährlicher Steuererleichterungen, die nach Meinung der Kritiker unrechtmäßig an Bertelsmanns „Abteilung für politische Kampagnen“ vergeben würden, da die Stiftung zudem heimlich und illegal Profitinteressen des Konzerns befördere – etwa, wenn für die Privatisierung staatlicher Verwaltungen getrommelt wird, für welche die Bertelsmann-Tochter „Arvato Government Services“ ihre bezahlten Dienste anbiete.

Mein Blog befasst sich in einem umfassenden Sinn mit dem Verhältnis von Wissen, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk richte ich dabei auf die Aktivitäten des Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann und der Bertelsmann Stiftung.